Die Anmeldung bei WiMP ist etwas „komisch“: Ich muss mich (auch später) mit meiner Handy-Nummer anmelden und mir das kryptische Passwort, welches ich aufs Handy erhalte, gut merken. Anschließend darf ich mein Abo wählen, das neben Kreditkarte lediglich Lastschrift (hier trage ich Kontonummer und Bankleitzahl ein) zulässt. PayPal wird nicht angeboten.
Zum Schluss bekomme ich die Meldung: „Ab sofort kannst du bei WiMP Musik anhören!“ Doch wie das gehen soll, erzählt mir keiner. Ich muss in den Footer schauen, damit ich mir die Software herunterladen kann. Äh… geht’s noch?
Bei der Installation fällt mir auf, dass ich schon lange keine Adobe Air-Anwendung installiert habe.
Die Benutzeroberfläche macht nach Installation und erneuter Anmeldung keine besonders gute Figur, wenn man einen Vergleich mit Simfy oder Spotify heranzieht. Aber es kommt ja auf das Angebot und auf die Qualität des Dienstes an sich an. Hier freue ich mich, dass ich das neue Album von Keane hören kann, das es auf Spotify (wohl aber auf Simfy) noch nicht gibt.
Schnell fällt auf, dass die Bedienbarkeit von WiMP weitaus weniger intuitiv ist, als ich es von Simfy oder Spotify gewohnt bin. Da ich den Streaming-Dienst meiner Wahl jedoch ständig nutzen will und ich mich infolgedessen wohl schnell an die Benutzeroberfläche gewöhnen werde, wiegt dieser Punkt nicht ganz so schwer.
Das große Plus bei WiMP soll ja die Musikredaktion sein, die extra für den deutschen Musikkonsumenten Empfehlungen ausspricht. Nun habe ich auf Spotify z.B. die App von Laut.de hinzugefügt, gegen die die Redaktion mindestens anstinken muss (schließlich gibt es ja noch weitere Apps). Was mir hier empfohlen wird, trifft durchaus meinen Geschmack (Jack White, Soko, Michael Kiwanuka), ist aber ziemlich schnell veraltet. Hier sind die „Neuheiten“ schon interessanter. Letztlich schlägt meine Laut-App die Redaktion um Längen… bleibt nur zu hoffen, dass ich die Redaktion an anderer Stelle noch positiv bemerke. Vielleicht können langfristig die „Genres“ auf WiMP überzeugen (auf den ersten Blick werden mir hier durchaus gute Ergebnisse geliefert). Auch die Albenlisten sind durchaus einen Blick wert. Charts gibt es aber auch nicht, so wie ich das sehe.
Nochmals zurück zur Usability: Blöd ist schon, dass ich nicht direkt in der Übersicht auf Play drücken kann. Ich muss ein Album in der Einzelansicht aufrufen, um es abspielen zu können.
Derzeit sehe ich Spotify klar vor Simfy. Ich meine, Simfy hat es klar versäumt, sich als hiesiger Anbieter vor Spotify zu positionieren. WiMP gebe ich eine Chance, auch wenn ich gestehen muss, dass ich langfristig wohl bei Spotify bleiben werde… es sei denn, WiMP stellt auch künftig für mich interessante Alben wie das von Keane früher zur Verfügung, oder die Redaktion leistet künftig großartige Arbeit.



1 comment
René says:
May 6, 2012
Und was mich wirklich langsdam etwas fuchsig macht, ist die Tatsache, dass ich mich bei der Suche nach neuen Songs und Alben erst über die Ergebnisse freue (hey, die haben das schon!), dann aber den freundlichen Hinweis erhalte, dass sich das nocht nich abspielen kann.